Nicola Bongard

Dipl. Kulturpädagogin

Dramaturgin

Autorin

Regie

 

 

 

 

 

 

 

 pepperworth-produktionen/pepperKIND

 

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"(...) Das Virus fungiert als Dozent: Wir lernen, dass die Ära unserer Unbesiegbarkeit und grenzenlosen, individuellen, ökonomischen und touristischen Expansion an ein Ende kommt, wenn nicht schon durch dieses, dann durch die folgenden Coronaviren. Darum wird eine Anpassung an diese neue Stufe der viralen Bedrohung eine grundlegende Änderung unserer gesellschaftlichen Logik mit sich bringen, eine völlige Neubewertung von Nutzen und Lasten, von, modern ausgedrückt, Systemrelevanz." schreibt Nils Minkmar heute im Spiegel (18.5.2020)

Während wir Theaterschaffenden eigentlich schon immer über das Wesen und die "notwendige Änderung der gesellschaftlichen Logik" nachgedacht und darüber geforscht und unserer eigenen Systemirrrelevanz spielend nachgespürt haben, uns also sogar gewappnet wähnten, mit einer Krise wie dieser womöglich besser umgehen zu können als die meisten, so sind wir doch im nächsten Augenblick erschrocken und gelähmt von der Aussicht auf eine Zukunft mit weiteren Corona-Viren (siehe oben).

Was soll nur werden aus dem Theater, auch dem Film, ohne Sturm und (An)Drang, ohne Schweiß und Spucke, ohne den Wechsel zwischen Nähe und Distanz, ohne das Urmenschliche, den Ausdruck des Existenziellen? Ohne die Aerosole, die den Geist des Textes sichtbar und spürbar machen?

Müssen wir uns darauf einstellen, die Welt fortan mit allen Mitteln nur lesbarer zu machen, trockener, anstatt sie spielend nachzuvollziehen und vorwegzunehmen?

Es ist ein Test. Wie resilient sind wir und wie fantasievoll, wie widerstandsfähig und wie gefeit, wie sehr bereit, uns tatsächlich testen zu lassen von der ständig bewegten Welt?

Einstweilen werden wir kein Publikum hereinlassen können. Aber wir können reden und schreiben und uns aufnehmen und abspielen lassen. Und wir sind uns sicher, dass wir uns wiedersehen werden, ganz anders, ganz ähnlich, fast genauso lebendig, mit ein bisschen mehr Lampenfieber vielleicht, etwas verunsichert, was unser Theater nur umso tiefer machen könnte. Mal schauen.